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Kunstpreisträger-Werke 2024/25
Malerei, Bildhauerei, Fotografie/Digital-Art.
Luftballons, Malerei, Jens Pollak, Großpostwitz, Sachsen
Mit seinem Gemälde „Luftballons“ gewinnt Jens Pollak den KUNSTPREIS DEUTSCHLAND in der Kategorie Malerei. Seine Arbeit überzeugt durch Leichtigkeit und Tiefe zugleich: Luftballons als Symbol für das Loslassen, die Kindheit, die Vergänglichkeit – und die kleinen Momente des Glücks. Pollak gelingt eine Bildsprache, die still und zugleich voller Ausdruck ist. Farben und Komposition wirken vertraut und doch traumhaft entrückt. Die Jury würdigte insbesondere seine Fähigkeit, emotionale Resonanz aus einem einfachen Motiv heraus zu erzeugen – und ohne Pathos, aber mit großer Klarheit. „Ich hätte nicht gedacht, dass es direkt klappt,“ sagte der Künstler. Doch „Luftballons“ trifft den Nerv der Zeit: still, poetisch, aufrichtig – und genau darin liegt seine Kraft.
Greeting the rising star, Fotografie-Digital-Art, Katerina Belkina, Werder, Brandenburg
Katerina Belkina verschmilzt in „Greeting the Rising Star“ Realität und Inszenierung zu einer poetischen Bildwelt. Eine Figur steht im Zentrum einer surrealen Komposition – umgeben von Stille, Licht und Raum – als wäre sie Teil eines anderen Kosmos, auf der Schwelle zu etwas Neuem. Die Jury überzeugte Belkinas Fähigkeit, mit reduzierten Mitteln eine starke emotionale Wirkung zu erzielen. Ihre malerische, filmisch geprägte Bildsprache erzählt von Aufbruch, innerer Stärke und der Schönheit im Unperfekten. Denn unser Geist ist ein eigenes Universum. Er sammelt Fragmente des Alltags, formt daraus neue Welten – imaginäre Landschaften aus Emotionen, Träumen und Gedanken. In dieser zeitlosen Sphäre entstehen neue Perspektiven, ein Planet in der Hand – ein Wesen aus Hoffnung und Angst. Belkinas Werk ist ein stilles Plädoyer für Lebensfreude, das Überwinden von Grenzen und die Konzentration auf das Wesentliche: den Moment im Hier und Jetzt.
Im Fokus, Bildhauerei, Siegfried Luffler, Ilshofen, Baden-Württemberg
Siegfried Lufflers Arbeit „Im Fokus“ setzt sich kritisch mit der Macht moderner Suchmaschinen und ihrer Algorithmen auseinander. In einer Zeit, in der digitale Systeme uns bis ins Detail kennen, stellt das Werk die Frage nach Kontrolle, Transparenz und Privatsphäre. „Ich weiß von dir, wo du wohnst, was du liest, was du liebst, was du denkst.“ – Die Sprache ist direkt, fast übergriffig. Das Werk spricht in der Stimme der Maschine, die alles über uns zu wissen scheint.: Konsumverhalten, politische Einstellung, Vorlieben, soziales Umfeld, sogar unser Parfüm. Doch dann folgt die Umkehr: „Und Du weißt von mir.“ Ein Moment der Reflexion. Wer ist hier eigentlich Subjekt, wer Objekt? Wer beobachtet – und wer wird beobachtet? Luffler verbindet handwerkliche Präzision mit gesellschaftskritischer Aussagekraft. In der Kombination aus traditionellem Material (Eiche) und moderner Technik (Acryl) entsteht ein spannungsreicher Kontrast, der unsere digitale Realität in die physische Welt überträgt. Ein Werk, das provoziert, spiegelt – und nachdenklich macht.
